„Das war meine erste prägende Erfahrung in einem Sinfonieorchester.“
Der Orchesterkurs bei und mit den Bochumer Symphonikern seit mehr als 20 Jahren vom 6. bis 11. April 2026
Die Premiere fand 2004 statt, damals noch als „Orchesterakademie“, die auf Initiative der Orchestermitglieder ins Leben gerufen wurde. Seitdem hat dieser Kurs nahezu jährlich stattgefunden. Ausnahmen waren in 2018, als eine Orchestertournee in Südkorea in der Woche nach Ostern stattfinden musste und in den Jahren 2020 und 2021 als Corona dazwischen kam.
Das Alleinstellungsmerkmal des Orchesterkurses ist, dass die Musikerinnen und Musiker des Profiorchesters sich intensiv um die einzelnen Stimmgruppen kümmern. Der Orchesterkurs ist also ein wenig eine Mischung aus Meisterkurs in den einzelnen Instrumenten und einer Orchesterfreizeit, allerdings mit einem anspruchsvollen Arbeitsprogramm.
Von ehemaligen Teilnehmerinnen und Teilnehmern die den Weg einer Profikarriere eingeschlagen haben, haben sich fünf zu ihren positiven Erfahrungen mit diesem Orchesterkurs geäußert:
„Im Jahr 2013 hatte ich die wunderbare Gelegenheit, als Mitglied der Flötengruppe am Orchesterkurs der Bochumer Symphoniker teilzunehmen. Die Dozierenden aus den Reihen des Orchesters haben in dieser Woche phantastische Arbeit geleistet und einen (ersten) Einblick in die professionelle Orchesterpraxis ermöglicht.
Besonders prägend war für mich die Arbeit mit der Dozentin unserer Flötengruppe. Ich habe in dieser Woche nicht nur musikalisch viel gelernt, sondern auch persönlich an Sicherheit und Motivation gewonnen.
Die Stimmung während des gesamten Kurses war unglaublich positiv. Es entwickelte sich ein starkes Gemeinschaftsgefühl zwischen Teilnehmenden und Dozierenden, das sich auch in den Pausen und in der Freizeit bei anregenden Gesprächen fortsetze.
Rückblickend kann ich sagen, dass der Orchesterkurs für mich als angehende Musikstudentin und heutige Flötistin im Orchester ein wichtiger Meilenstein war. Er hat mich auf meinem Weg bestärkt, motiviert und nachhaltig auf die Anforderungen des Orchesteralltags vorbereitet.
Es ist eine Erfahrung, die ich allen heranwachsenden, begeisterten Musizierenden von Herzen empfehlen kann.“
Carina Herdin (Flötistin im Landespolizeiorchester NRW, Hagen)
„Meine Teilnahme an der Orchesterakademie in Bochum war meine allererste Erfahrung in einem Orchester. Ich erinnere mich noch sehr gerne daran, weil ich dort viel lernen und mich musikalisch weiterentwickeln konnte.
Ich habe mich während des Projekts stets gut begleitet und unterstützt gefühlt, was mir Sicherheit gegeben hat. Diese Erfahrung hat meine Begeisterung für das Orchesterspiel gestärkt und bleibt mir in sehr positiver Erinnerung.“
Azin Zahedi (Musikpädagogin und freischaffende Musikerin, Berlin)
„Die Orchesterakademie in Bochum war meine erste prägende Erfahrung in einem Sinfonieorchester. Mit elf Jahren durfte ich zum ersten Mal teilnehmen – und war sofort begeistert.
In den folgenden Jahren war ich sechs- oder siebenmal dabei und konnte musikalisch wie menschlich wertvolle Erfahrungen sammeln.
Sie hat wesentlich dazu beigetragen, dass ich mich für eine berufliche Laufbahn im Orchester entschieden habe.
Dafür bin ich dem Team und den Mentoren bis heute sehr dankbar.“
Andreas Triefenbach (Pauker und Schlagzeuger im Sinfonieorchester Aachen)
„Die Proben- und Konzertwoche des BoSy-Orchesterkurses (damals noch ‚Orchesterakademie Bochum‘) im Jahr 2009 ist mir bis heute in guter Erinnerung geblieben. Meine ersten Kontakte dort mit Es- und Bassklarinette in professionellem und gleichzeitig gut betreutem Umfeld haben mich während meines Studiums dazu motiviert, die Ausbildung in beiden Nebeninstrumenten gleichermaßen wahrzunehmen. Auch heute spiele ich deshalb neben meiner Bassklarinettenstelle bei den Bergischen Symphonikern regelmäßig Projekte auf den hohen Klarinetten.
Im vergangenen Jahr habe ich zudem neben Iris Ruffing, die damals die Klarinettist*innen betreute, und mit den Bochumer Symphonikern ein gemeinsames Projekt spielen können. Ich freue mich deshalb sehr, dass auch weiterhin junge motivierte Menschen die Chance erhalten, beim Orchesterkurs wertvolle Erfahrungen sammeln zu dürfen.“
Veronika Giesen-Gores (Bassklarinettistin Bergische Symphoniker)
„Das erste Mal vergisst man nie“, sagt man – so war es auch für mich mit meiner wunderbaren Erfahrung beim BOSY Orchesterkurs von 2012 bis 2014. Damals hatte ich den Wunsch, nach Deutschland zu kommen, um hier zu studieren, und die Teilnahme an diesem Orchesterkurs war ein entscheidender Schritt auf diesem Weg, der mir viele Türen geöffnet hat.
Mein erstes Projekt umfasste gleich zwei große Werke: Igor Strawinskys „Der Feuervogel“ und Sergej Rachmaninows „Rhapsodie über ein Thema von Paganini op. 43“. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir das große Hornsolo im „Feuervogel“, das ich spielen durfte – ein musikalischer Höhepunkt, den ich sehr genossen habe und der mich sowohl künstlerisch als auch persönlich geprägt hat.
Während meiner Zeit im Orchesterkurs konnte ich nicht nur mit vielen jungen, motivierten Musikerinnen und Musikern zusammenarbeiten, die durch die gemeinsame Leidenschaft für Musik verbunden waren, sondern auch das Musizieren mit den Dozentinnen und Dozenten sowie den großartigen Dirigenten erleben. Diese intensive Zusammenarbeit, das gemeinsame Proben und der inspirierende Austausch haben diese Zeit für mich zu einer unvergesslichen Erfahrung gemacht.
Heute, ein paar Jahre später, spiele ich wieder mit dem Orchester als Profi-Hornist und jedes Mal, wenn ich musiziere, habe ich dieses vertraute Gefühl, als käme ich nach Hause.
Ermir Qirici (Hornist im Theater Hagen und Lehrauftrag an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf
Auf dem Programm stehen in diesem Jahr anspruchsvolle symphonische Werke, darunter George Gershwins „Ein Amerikaner in Paris“, Kurt Weills „Lady in the Dark Concert Suite“ und Tschaikowskis berühmte Symphonie Nr. 5 e-Moll op. 64. Die musikalische Leitung übernimmt Vilmantas Kaliunas.
Link zur Webseite: www.bochumer-symphoniker.de/bosy-orchesterkurs
