Vorwort
Auf dieser Seite möchten wir zusammentragen, was nun schon der Vergangenheit angehört,
aber unseres Erachtens dennoch wert ist, nicht „in der Versenkung zu verschwinden“.
Mehr als 50 Jahre näher dran!
Diese Zusammenfassung beschreibt die 50-jährige Geschichte und die Aktivitäten des Freundeskreises zur Förderung der Bochumer Symphoniker.
Musikforum Ruhr: Im Zeitplan – Im Budget – im Vergleich vorn!
Forbes, das bedeutende US-Wirtschaftsmagazin, lobte in einem Beitrag vom 20. Juli 2017 das Musikforum Ruhr in Bochum für die Einhaltung des Bauzeitplans und des Budgets.
Mehr als 50 Jahre näher dran!
Diese Zusammenfassung beschreibt die 50-jährige Geschichte und die Aktivitäten des Freundeskreises zur Förderung der Bochumer Symphoniker sowie die Herausforderungen bei der Erhaltung des Orchesters bis zum Jahr 2023. Sie wurde mittels KI aus dem Text der 22-seitigen Festschrift generiert.
Historische Entwicklung des Bochumer Orchesters
Das Bochumer Orchester wurde 1919 gegründet und hat eine bedeutende Tradition, die durch zahlreiche Widerstände und finanzielle Herausforderungen geprägt ist.
- Gegründet 1919, Ziel: Freude und Erhebung durch Musik
- Überstand Inflation 1923, Weltwirtschaftskrise 1929/30, und Nachkriegszeit
- Nach 1945 Wiederaufnahme der Konzerttätigkeit, trotz Trümmern in der Stadt
- 1953 Vorschlag für größeren Konzertsaal, Umsetzung verzögert sich 17 Jahre
- 1971 Höhergruppierung in Tarifklasse A, Qualitätssteigerung
- Wichtig für Bildung, Jugendarbeit, Kirchenmusik, und kulturelle Identität
- Tradition als bedeutender Klangkörper im Ruhrgebiet
Gründung und Bedeutung des Freundeskreises
Der Freundeskreis wurde 1973 gegründet, um den Erhalt und die Förderung des Orchesters zu sichern, und hat seitdem bedeutende Unterstützung geleistet.
- Entstand aus Bürgerinitiative gegen Orchesterfusion, 1973
- Über 50 Jahre aktive Unterstützung, mit Leistungen im Wert von 1,207 Mio. Euro
- Ziel: Programmproduktionen, Stadtteilkonzerte, Orchester-Ausstattung, Musikvermittlung
- Mitgliederzahl: über 600 Mitglieder
- Organisierte Unterschriftenaktion 1973 mit 18.650 Unterschriften
- Engagiert für den Erhalt des Orchesters und eine eigene Spielstätte
Pläne und Widerstand gegen Orchesterfusion
1972/73 wurden Pläne für Fusionen im Ruhrgebiet vorgestellt, die Bochum stark bedrohten, was zu breitem öffentlichen Widerstand führte.
- Vorschlag: Fusion von Bochumer, Dortmunder und Gelsenkirchener Orchestern
- Ziel: Kostenersparnis, Qualitätssicherung, gemeinsame Trägerform
- Bochumer Bürgerinitiative sammelte Unterschriften, 18.650 in 10 Wochen
- Bürgerproteste, Leserbriefe, öffentliche Diskussionen
- Fusion wurde 1973/74 abgelehnt, Erhalt des eigenständigen Orchesters gesichert
- Gründung des Freundeskreises als Reaktion auf die Bedrohung des Orchesters für Bochums Musikleben
Das Orchester ist zentral für das kulturelle und musikalische Leben Bochums, mit vielfältigen Bildungs- und Kulturaufgaben.
- Gegründet 1919, Ziel: gesellschaftliche Erhebung durch Musik
- Überstand Inflation, Weltwirtschaftskrise, Nachkriegszeit
- 1971 Höhergruppierung, Qualitätssteigerung
- Wichtig für Schul- und Kindermusik, Kirchenmusik, Oratorien, Chöre
- Trägt zur Identifikation und kulturellen Vielfalt bei
- Essenziell für die lokale Musikkultur und Bildung
Bemühungen um eigene Spielstätte und Konzerthaus
Seit den 1970er Jahren gab es immer wieder Diskussionen und Planungen für ein eigenes Konzerthaus in Bochum.
- 1973: Idee eines Hauses für die Musik, Diskussionen in der Stadt
- 1998: Planungsstudie für ein Konzerthaus am Dr.-Ruer-Platz
- 1999: Präsentation der Studie, Standortkritik, politische Diskussion
- Verschiedene Standorte geprüft, Favorit: Jahrhunderthalle, Stadtzentrum
- 2000er Jahre: langwierige Planungs- und Standortdiskussionen
- 2002/2003: Diskussionen um Akustik, Standort, Bau eines neuen Konzerthauses
- Steven Sloane forderte ein modernes, akustisch perfektes Haus in der Innenstadt
- Trotz Planungen und Machbarkeitsstudien blieb der Bau eines Konzerthauses unvollendet, Diskussionen dauern an
Projektentwicklung und politische Entscheidungen
Das Projekt für ein Konzerthaus in Bochum wurde über Jahre hinweg geplant, verschoben und durch politische sowie finanzielle Unsicherheiten verzögert, wobei verschiedene Standorte und Konzepte diskutiert wurden.
- 2004 wurde ein EU-weiter Realisierungswettbewerb für das Konzerthaus ausgeschrieben.
- Der erste Preis ging an das Büro Thomas van den Valentyn, der Entwurf wurde im Juli 2004 bestätigt.
- Die Kosten wurden auf 15 Mio. Euro festgelegt, was zu Verzögerungen bei der Finanzierung führte.
- Zwischen 2004 und 2006 verzögerte sich die Entscheidung mehrfach, hauptsächlich durch Koalitionsstreitigkeiten zwischen SPD und Grünen.
- Norman Faber kündigte 2006 eine Spende von 5 Mio. Euro an, verbunden mit Bedingungen wie politischen Entscheidungen bis Februar 2007 und Standort in der Innenstadt.
- Die Stadt Bochum beschloss 2007 den Bau eines Konzerthauses an der Marienkirche, mit einer geplanten Bausumme von 29,3 Mio. Euro.
- Es wurden Spenden und Fördermittel in Höhe von 22 Mio. Euro gesichert, es fehlten noch ca. 8 Mio. Euro.
- Die Stiftung Bochumer Symphonie wurde im April 2007 gegründet, um die fehlenden Mittel zu sammeln.
- Die Haushaltslage und politische Unsicherheiten führten 2008 zu weiteren Verzögerungen, trotz breiter Zustimmung im Stadtrat.
- 2012 wurde ein EU-weiter Wettbewerb für das Musikzentrum ausgeschrieben, das 2016 eröffnet wurde.
Finanzierung und Spendenaktionen
Das Projekt wurde durch öffentliche Gelder, private Spenden und Stiftungsgelder finanziert, wobei die Unterstützung der Bürgerschaft eine zentrale Rolle spielte.
- Für den Bau des Konzerthauses waren 29,3 Mio. Euro geplant.
- Bis 2007 wurden 22 Mio. Euro durch Stadt und Großspenden gesichert.
- Es fehlten noch ca. 8 Mio. Euro, die bis zum Baubeginn im ersten Halbjahr 2008 eingeworben werden sollten.
- Die Stiftung Bochumer Symphonie wurde im April 2007 gegründet, um die fehlenden Mittel zu sammeln.
- Spendengelder in Höhe von 450.000 Euro wurden bis zur Fertigstellung des Musikforums eingeworben.
- Neben Förderungen wurden 67.000 Euro für Notenpulte, Bänke und Resonanzpodeste gesammelt.
- Öffentlichkeitsarbeit, Spendenkampagnen und Veranstaltungen wie Konzerte mit Herbert Grönemeyer unterstützten die Finanzierung.
- Die Unterstützung der Bürgerschaft und Mitglieder des Freundeskreises ist essenziell für den Erhalt des Orchesters.
Standortentscheidungen und Nutzungskonzepte
Verschiedene Standorte und Nutzungskonzepte wurden diskutiert, um eine geeignete Spielstätte für die Bochumer Symphoniker zu schaffen.
- Ursprünglich war die Entscheidung für den Westpark als Standort gefallen, doch die Pläne wurden verschoben.
- 2006 wurde die Marienkirche als Alternativstandort ins Spiel gebracht, um das kulturelle Stadtbild zu stärken.
- Das Gelände an der Marienkirche wurde als Standort für ein Konzerthaus favorisiert, um die Innenstadt zu beleben.
- 2008 entschied der Rat, die Kirche als Kammermusiksaal zu nutzen, um Synergien mit dem geplanten Musikzentrum zu schaffen.
- Das Musikzentrum wurde als Kombination aus Spielstätte und musikalischer Bildung geplant, mit EU-Fördermitteln.
- 2012 wurde ein Wettbewerb für das Musikzentrum ausgeschrieben, das 2016 eröffnet wurde.
- Die Pläne wurden durch Haushaltsprobleme und politische Unsicherheiten immer wieder verzögert, insbesondere im Kulturhauptstadtjahr 2010.
Engagement des Freundeskreises und Mitgliederentwicklung
Der Freundeskreis der Bochumer Symphoniker spielt eine zentrale Rolle bei der Unterstützung des Orchesters durch Spenden, Öffentlichkeitsarbeit und Mitgliederbindung.
- Der Vorsitz wechselte mehrfach, seit 2022 ist Fabian Schütz Vorsitzender.
- Der Mitgliederstand wurde von 2000 bis 2023 dokumentiert, mit kontinuierlicher Mitgliederwerbung.
- Der Freundeskreis fördert künstlerische Projekte, Musikvermittlung und Konzertbesuche.
- 2006 fand ein Diskussionsforum statt, bei dem alle Parteien und Kulturakteure die Unterstützung für die Spielstätte an der Marienkirche bekräftigten.
- Die Mitgliederentwicklung ist ein wichtiger Faktor für die finanzielle und ideelle Unterstützung des Orchesters.
- Der Vorstand bittet um Unterstützung bei der Mitgliederwerbung, um den Verein jung und lebendig zu halten.
- Der Freundeskreis engagiert sich auch in der Öffentlichkeitsarbeit und bei der Organisation von Veranstaltungen.
Aus Anlass des Jubiläums fand im Kunstmuseum Bochum eine Festveranstaltung statt. Dabei wurde u. a. diese Broschüre an die Teilnehmer verteilt. Wer noch nachträglich diese Broschüre in gedruckter Form erhalten möchte, kann diese per E-Mail an info@freundeskreis-bosy.de bestellen. Die Schutzgebühr von 5,00 EUR ist auf das Konto IBAN: DE08 4305 0001 0001 2010 03 bei der Sparkasse Bochum (BIC WELADED1BOC) unter Nennung des Namens und der Versandanschrift zu überweisen.
Musikforum Ruhr:
Im Zeitplan – im Budget – im Vergleich vorn!
Forbes, das bedeutende US Wirtschaftsmagazin, lobt das Musikforum Ruhr in Bochum für die Einhaltung des Bauzeitplans und des Budgets. Bochums Musikforum schneidet im Vergleich mit Hamburgs Elbphilharmonie und Münchens geplantem neuem Konzerthaus sehr gut ab.
Hamburgs Elbphilharmonie überragt alle, nicht nur im Hafen, sondern auch beim Zeitverzug bis zur Eröffnung und – von den Kosten ganz zu schweigen. In München und London ist man noch nicht so weit. Die Projekte dümpeln dahin. Aber tief im Westen, so drückt Forbes-Autor Jens F. Laurson aus, da wurde das Ding gestemmt. Bochum, aus New Yorker Sicht eine kleine Stadt im Ruhrgebiet, glänzt nun nach seinen Worten mit einer eleganten Konzerthalle, die ein unprätentiöses kleines Juwel ist. Und Laurson („Nein, ich habe keine Null vergessen!“) zeigt sich begeistert von der Tatsache, dass man bei 34 Millionen Euro veranschlagten Kosten mit nicht mal ganz 40 Mio. Euro ausgekommen ist.

Ausgerechnet hier, im „toten Punkt mitten in Deutschlands bevölkerungsreichstem Ballungsraum, dem Ruhrgebiet“ so Jens F. Laurson, hat am 27. Oktober 2016 ein neues Konzerthaus seine Tore für das Publikum geöffnet. Nach knapp einem Jahrhundert des Vorliebnehmens mit behelfsmäßigen Spielstätten für die ehrwürdigen Bochumer Symphoniker, die nächstes Jahr 100 werden, verfügt die Stadt nun über ein zünftiges Musikzentrum und hat das Orchester ein hochverdientes Zuhause im Anneliese Brost Musikforum Ruhr.
Die Orchestermusik hatte, wie Laurson schreibt, in Bochum lange Zeit einen schweren Stand, nicht nur wegen Ermangelung eines wirklich geeigneten Veranstaltungsortes oder angemessenen Probenraumes, sondern auch, weil es in mehr oder weniger unmittelbarer Nachbarschaft, in bequemer Hörweite, viele andere Orchester gibt: Dortmunder Philharmoniker, Düsseldorfer Symphoniker, Duisburger und Essener Philharmoniker und wohl auch die Nordwestdeutsche Philharmonie.
Und der Kritiker Laurson stellt beim Herumgehen im neuen Saal die gute Klangtransparenz fest, was dem großen Saal eine analytische Note verleiht. „Trotz seiner Fähigkeit, Mahler mit Leichtigkeit aufzunehmen, klang er auch unmittelbar geeignet als Kammermusiksaal, was nicht verwundert, da er – gemessen an der Zahl der Plätze – nicht viel größer ist als der Mozart-Saal des Wiener Konzerthauses.“ Eine besondere Erwähnung findet dabei die Bestuhlung des Saales, die ausreichend Beinfreiheit und Bequemlichkeit bietet.

Und Jens F. Laurson zeigt sich begeistert von der ehrlichen, transparenten, nicht übermäßig trockenen und unmittelbaren Akustik, die sich überall als sehr gut und sehr einheitlich erwies. „Der Bochumer Saal – so viel kleiner und weniger ambitioniert er ist – hat die homogenere, transparentere und praktikablere Akustik“, findet er.
Kann es ein schöneres Kompliment für unser Musikforum Ruhr in Bochum geben? Und auch die Besucher haben das ihre dazu beigetragen, indem sie für viele ausverkaufte Konzertabende in der ersten Saison im neuen Haus sorgten.
Original: Forbes, New York, Jul 20, 2017; On Time, On Budget: Bochum’s New Concert Hall Might Be A Better Model Than Hamburg’s Elbphilharmonie, by Jens F. Laurson
Hintergrund:
Forbes ist eines der erfolgreichsten Wirtschaftsmagazine weltweit und erscheint 14-tägig in New York mit einer Auflage von über 900.000 Exemplaren. Forbes wurde 1917 vom schottischen Einwanderer Bertie Charles Forbes gegründet und ist noch heute in Familienbesitz. Forbes ist für die vielen Ranglisten zu verschiedenen Themen bekannt, beispielsweise:
