Unser Freundeskreis ist 50 Jahre alt geworden. Er ist aus einer Bürgerinitiative hervorgegangen, die sich Ende März 1973 mit großer Resonanz in der Bevölkerung für die Erhaltung des Bochumer Orchesters eingesetzt hatte. In der Gründungsversammlung am 4. Juni 1973 wurde beschlossen, dass der Verein das Anliegen der Bürgerinitiative übernehmen solle; ein vorläufiger geschäftsführender Vorstand wurde beauftragt, eine Vereinssatzung auszuarbeiten. Diese wurde am 20. August 1973 von der satzungsgebenden Mitgliederversammlung angenommen; die Eintragung in das Vereinsregister erfolgte am 5. November 1973

Am Freitag, dem 3. November 2023 – 50 Jahre minus zwei Tage danach  – haben wir dieses Jubiläum mit einem Festakt im „Forum Museum“ des Kunstmuseums Bochum gefeiert.

Ca. 250 Personen nahmen teil, darunter eine Reihe von Ehrengästen und – nicht zuletzt – eine große Schar Orchestermitglieder. Einige von ihnen sorgten in unterschiedlichen Ensembles für einen sympathischen musikalischen Rahmen – zur Eröffnung, in einem Intermezzo und als Finale. Durch den Abend führte unser Vorstandsmitglied Herr Joachim Gresch in professioneller und sympathischer Weise als Moderator.

Zunächst begrüßte unser Vorsitzender, Herr Fabian Schütz, die Ehrengäste sowie die anwesenden Musiker und Freundeskreis-Mitglieder.

Es folgten Grußworte der Stadt Bochum durch Bürgermeister Dr. Sascha Dewender, der den vielfältigen und beeindruckenden Einsatz des Freundeskreises für ein eigenes Konzerthaus hervorhob, wodurch der Ruf Bochums als Top-Kulturstandort weithin hörbar gemacht worden sei.

Herr Generalmusikdirektor Tung-Chieh Chuang sprach dem Freundeskreis Dank und Gratulation für sein 50-jähriges Wirken aus, gefolgt von der Übergabe des Abdruckes eines Citylight-Posters zu diesem Anlass (siehe Abbildung), der ab 27. November in der Stadt zu sehen sein werde, durch den Geschäftsführenden Direktor der BoSy, Herrn Thomas Kipp. Welch ein überraschendes und höchst originelles Jubiläumsgeschenk!

Der BoSy-Cellist Herr Oliver Linsel trat sodann für die Bochumer Symphoniker ans Rednerpult und übermittelte deren Dank und Gratulation. Er hob die bundesweit einzigartigen Stadtteilkonzerte (mittlerweile  Förderprojekt des Freundeskreises) besonders hervor. Und er wies er auf die mehr als 20 verschiedenen Nationalitäten unter den Musikern hin. Die BoSy seien somit ein gelebtes Beispiel der Integration und des erfolgreichen gemeinsamen Wirkens der Vermittlung von Musik-Kultur auf hohem Niveau.

 

Den rhetorischen Höhepunkt bildete die Festansprache von Herrn Prof. Dr. Norbert Lammert, Bundestagspräsident a. D. und Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung, den wir glücklicherweise hierfür hatten gewinnen können. Er begann mit dem Hinweis auf eine Parallele im Weltgeschehen zu den 50 Jahren seit Gründung des Freundeskreises: Damals  habe im Nahen Osten der Jom-Kippur-Krieg stattgefunden, und heute nach 50 Jahren sei wieder ein Krieg im Nahen Osten, dessen Ausgang noch unklar sei. Im Weiteren stellte er heraus, dass in Deutschland eine der dichtesten Kulturlandschaften weltweit bestehe. Bezogen auf die Musik finde das darin Ausdruck, dass es 129 öffentliche Orchester gebe. Darunter seien acht Kammerorchester und nur dreißig reine Konzertorchester, zu denen die Bochumer Symphoniker zählen. Eine Bochumer Besonderheit stelle dabei das bürgerschaftliche Engagement dar, das mit viel Herzblut und Ideen zur Schaffung einer Heimstatt für dieses Orchester beigetragen habe, die ihresgleichen suche.

Der Abend fand seinen kulinarischen Ausklang im Foyer des Kunstmuseums mit diversen „Kleinigkeiten“ vom Buffet sowie Sekt und anderen Getränken. Viele frohgestimmte Gesprächsgruppen bildeten sich um die bereitgestellten Stehtische und anderswo – überwiegend mit erfreulicher Ausdauer.

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