Wenn die Musiker zu ihrem Publikum kommen

Konzert in der St.-Vinzentius-Kirche Harpen
Klezmer-Lieder zum Abschluss des Konzerts in der Synagoge
Konzert in der Stiepeler Dorfkirche

9 Stadtteilkonzerte –  9 mal BoSy vor Ort

Besonderes Engagement der Orchestermitglieder

– Alleinstellungsmerkmal unseres Orchesters

1994 feierten die Bochumer Symphoniker ihr 75jähriges Bestehen. Anlässlich dieses Jubiläums wurde im Kreis der Orchestermusiker die Idee geboren, nicht immer nur das Publikum zum Orchester kommen zu lassen, sondern einmal pro Spielzeit den umgekehrten Weg zu gehen: die Musiker kommen zu ihrem Publikum in die Stadtteile.

Die Musiker der Bochumer Symphoniker laden ein

Gedacht, getan – und mit Unterstützung der Orchesterdirektion umgesetzt. Seit 25 Jahren werden diese Stadtteilkonzerte von den Musikern für ihr Publikum organisiert und durchgeführt. Eine Woche lang, mit von den Musikern ausgewählten Programmen, organisiert und an wechselnden Orten in jeweils kleiner Besetzung aufgeführt. Ein großer Aufwand ist dazu erforderlich: von der Auswahl der Spielstätten, der Programmauswahl über die Besetzung bis hin zum Transport der Instrumente und sonstigen Notwendigkeiten. Und manchmal müssen auch noch Stühle geschleppt werden, wenn – wie diesmal hie und da geschehen – die Zahl der Besucher plötzlich größer ist als die Zahl angebotener Sitzplätze.

Außerdem spielt das Salonorchester der BoSy in dieser Woche zusätzlich in Bochumer Altenheimen und Senioreneinrichtungen Kaffeehausmusik für Menschen, die nicht mehr zu Konzerten kommen können.

Entstanden sind die Stadtteilkonzerte in einer Zeit, als es den BoSy nicht so gut ging. Besucherrückgang und fehlende Zukunftsaussichten beflügelten die Idee, die Musik zu den Bürgern zu tragen. Eine Idee, die Früchte trug. Die Stadtteilkonzerte sind in diesen 25 Jahren zu einem Alleinstellungsmerkmal der Bochumer Symphoniker geworden. Nirgendwo sonst in Deutschland wird über einen so langen Zeitraum ein so außergewöhnliches Programm regelmäßig angeboten.

Der Freundeskreis unterstützt unsere BoSy bei den Stadtteilkonzerten finanziell, denn trotz ehrenamtlichen Engagements der Musiker fallen dennoch Kosten an, die getragen werden müssen.

Mehr als 1.500 Besucher fanden sich in diesem Jahr bei den acht Konzerten in den Stadtteilen ein, und noch einmal etwa 800 Besucher verfolgten das Abschlusskonzert im Musikforum am Samstagabend, darunter eine beachtliche Zahl Bochumer, die zum ersten Mal im Musikforum waren. Ein toller Erfolg für die Orchestermusiker und ein Zeugnis für das wachsende  Interesse der Bochumer Bevölkerung an klassischer Musik.

Ein herzliches Dankeschön an alle Mitwirkenden an den Instrumenten und hinter den Kulissen!

Und „Auf Wiedersehen“ im nächsten Jahr, im zweiten  Jahrhundert der Bochumer Symphoniker!

 

 

 

 

 

Fotos (in der Reihenfolge):
Horst Erich Pforr
Friedrich-Ernst Düppe
Klaus Schimmelpfennig

Ein Sitz für Kids!

Bei den Bochumer Symphonikern tut sich viel in Sachen „Musikvermittlung“ und „Konzertpädagogik“. Mit dem neuen Musikforum hat dies alles nun auch ein neues Zuhause! Es ist ein Ort, an dem sich Musik hören und erleben lässt, an dem jeder neugierige Mensch jeden Alters mit musikvermittelnden Angeboten zu neuen, klingenden Horizonten aufbrechen und ganz in die Welt der Musik eintauchen kann.

Das Format BO-TON bietet Musikvermittlung mit verschiedenen Formaten – ein Riesenangebot! Bereits in der Eröff­nungs­saison 2016/2017 konnten im Mu­sik­forum allein in der Musikvermittlung 14.000 gro­ße und kleine Bochumer erreicht werden – darunter Familien, Kitagruppen, Schulklassen.

Damit auch die Kleinsten nicht nur hören, sondern auch sehen können, wollten wir Sitzerhöhungen für sie anschaffen. Nach gründlichen Überlegungen zusammen mit dem Architekten, Herrn Kock, und der Orchesterleitung entschieden wir uns für handwerklich gefertigte, 15 cm hohe Sitzpolster aus dem gleichen Stoff wie die Sitze selbst, die funktionell sind und dem schönen Saal ästhetisch gerecht werden. Das hat natürlich seinen Preis: ca. 130 €.

Zur Ermöglichung dieses Vorhabens hatten wir unter dem Motto

Ein Sitz für Kids!

Denn zum Hören gehört auch das Sehen!

zu Spenden aufgerufen, um zunächst 30 Sitzpolster anschaffen zu können.

Und wieder fanden sich viele Spender – nicht nur aus dem Freundeskreis:

Karl Bauer
Elke und Dr. Friedrich Clever
Dr. med. dent. Erich Gehrke
Monika und Wolfgang Heckmann
Angelika und Prof. Dr. Rolf Hüpen
Lore Ponthöfer
Elisabeth und Klaus Röthel
Ella und Dr.-Ing. Klaus Schimmelpfennig
Guda Springorum
Brigitte und Hans-Thilo Vogelgesang
art Hotel Gastronomie GmbH Tucholsky
Jörg Bödeker
Annette Böhler-Borck
Uwe Bortfeld, Lünen
Svenja und Dr. med. Peter Breil
Klaus-Uwe Eichler
Elisabeth und Prof. Dr. med. Ulf Eysel
Dipl.-Ing. Gerhard Gabriel
Eva Gottschall und Gunter Themlitz
Dipl.-Chem. Rolf Grewe
Reinhard Hachenberger
Jörg und Nina Heinemann
Agnes Hintz
Annegret Hintz-Düppe und Friedrich Ernst Düppe
Maria Kampmann-Buhlbäcker
und Prof. Winfried Kampmann
Christa Morgenstern
Prof. Dr. Hans Christian Müller
Herwarth und Ute Reich
Dipl.-Geogr. Konrad Ruprecht
Hanno Schmidt, Hannover
Ute Schmidt und Norbert Knyala
Dr. Bernhard Wiebel
Svenja und Dr. med. Peter Breil
Prof. Maria Friesenhausen-Balkenhol
Christine Hüttemann
Lucia Jacobi
Prof. Dr. Christian und Heide Rieger
Gertrud und Dr. Albrecht Wegner
(alle aus Bochum, soweit nicht anders angegeben)

Am 22. Februar 2018 wurden 30 Sitzerhöhungen von der beauftragten Bochumer Polsterei geliefert. Das Foto rechts zeigt Frau Katharina Boll, seit Kurzem Mitarbeiterin der Orchesterleitung und verantwortlich für den Aufgabenbereich „Musikvermittlung und Konzertpädagogik“, wie sie von den Polstern „Besitz ergreift“. Es war sogar noch Geld übrig; hiervon wurden gegen Ende 2018 10 weitere Sitzerhöhungen beschafft – diesmal 10 cm hoch, damit nicht ganz Kleine nicht zu groß werden.

Allen Spenderinnen und Spendern danken wir sehr, sehr herzlich – nicht zuletzt im Namen unseres „musikalischen Nachwuchses“.

Anneliese Brost Musikforum Ruhr als „gutes Bauwerk” ausgezeichnet

Ansicht vom Kerkwege aus
Das Kirchenfoyer
Zwischenfoyer mit Kirchenportal

Zum siebten Male hat der Bund Deutscher Architekten BDA am 9. November 2017 die „Auszeichnung guter Bauten” in Bochum, Hattingen, Herne und Witten vergeben. Ausgezeichnet wurde in diesem Jahr in einer Feierstunde im Kunstmuseum Bochum das Anneliese Brost Musikforum Ruhr in Bochum.

Die Jury, bestehend aus namhaften Architektinnen und Architekten aus NRW unter dem Vorsitz des Bochumer Architekturprofessors Erhard An-He Kinzelbach, würdigte das Musikforum als ein überzeugendes und vielschichtiges Gebäude für die Öffentlichkeit und den kulturellen Austausch.

Herausgestellt wurden die entwurflichen Überlegungen der Architekten Bez + Kock, die profanierte Kirche St. Marien als Ausgangspunkt für das Gesamtkonzept zu wählen. Das besondere Nutzungskonzept beider Seiten des Bestandsbaus und die raffinierte Besetzung des Kirchenschiffes als neuer Eingang und Verteilerraum für die beiden benötigten Säle resultiere im Angebot eines dritten Saales, der für spezielle Veranstaltungen bereits rege genutzt wird. Die Jury lobte die städtebauliche Setzung und die diagrammatische Klarheit, die in einem unerwarteten Raumpotential resultiert.

lm lnneren würden nach deren Worten durch großzügige Erschließungsflächen vielfältige Raumaneignungen ermöglicht, die weit über die reine Konzertnutzung hinausgehen. Zusammen mit dem Kirchenfoyer und der Nutzung des Multifunktionssaals durch die Musikschule werde hierdurch aus dem Haus ein durch und durch öffentliches Gebäude.

lm großen Konzertsaal gelinge der Spagat zwischen dem Wunsch nach maximaler Nähe des Orchesters zum Publikum und der raumökonomischen Notwendigkeit der „shoebox”-Typologie in beeindruckender Art und Weise. Eine Vielzahl an „ersten Reihen” erzeuge das Gefühl, mitten drin zu sein. Zusammen mit der gelungenen Materialität lasse dies den Saal zu einem architektonischen Schmuckstück werden.

Dass das Orchester als Hauptnutzer das Bauwerk schon kurz nach der Einweihung überschwänglich lobe und die Bürger der Stadt sich bereits in hohem Maße mit demselben identifizieren würden, zeige, dass Architekten und Planer, aber auch die Stadt Bochum als öffentlicher Bauherr in breitem Bündnis mit Bürgerschaft, Politik und Wirtschaft alles richtig gemacht hätten.

Die „Auszeichnung guter Bauten” in Bochum Hattingen Herne Witten ist eingebunden in die zeitgleich landesweit stattfindenden Auszeichnungen der jeweiligen BDA Gruppen. Die landesweite Durchführung der „Auszeichnung guter Bauten” bildet den Auftakt eines Reigens, der mit dem Architekturpreis Nordrhein-Westfalen (2018) und dem Architekturpreis Nike (2019) fortgeführt wird. Architektinnen und Architekten, Stadtplanerinnen und Stadtplaner können sich gemeinsam mit ihren Bauherren bewerben. Gemeinsam ist das Stichwort, denn die „Auszeichnung guter Bauten” ist ein Team-Preis für die gelungene Kohärenz von Architekt und Bauherr.

Alle Fotos: © Brigida González, Stuttgart

Neu: Unser Newsletter!

Da die Erfahrung lehrt, dass diese Seiten nicht so oft aufgesucht werden, wie es zu wünschen wäre, haben wir uns vorgenommen, unseren Mitgliedern in unregelmäßigen Zeitabständen einen „Newsletter” zukommen zu lassen. Damit wir aber auch über den Kreis unserer Mitglieder hinaus Wirkung entfalten können, kann der jeweils aktuelle Newsletter hier von jedermann heruntergeladen werden.

 

Hier ist bereits unsere Nummer 5 - 2019!

Die Foyer-Bänke sind da!

Im Rahmen einer ziemlich spontanen Aktion haben sich mehrere Freundeskreismitglieder bereitgefunden, für vielfach als wünschenswert angesprochene Sitzgelegenheiten im Kirchenfoyer unseres Musikforums Ruhr die erforderlichen Mittel zu spenden. Die in Bochum beheimateten „Werkstätten Dickerhoff“, die bekanntlich auch die Holzvertäfelungsarbeiten im Innern des Musikforums ausgeführt hatten, haben sechs Bänke mit passender Oberfläche aus Kirschholz in solide-sachlicher Gestaltung hergestellt. Das hat runde 4.800 € gekostet und ist komplett durch die Sonderspenden abgedeckt.

Den Spenderinnen und Spendern
•     Elke und Dr. Friedrich Clever,
•     Annegret Hintz-Düppe und Friedrich-Ernst Düppe,
•     Renate Heinz,
•     Lore Ponthöfer,
•     Elisabeth und Klaus Röthel,
•     Ella und Dr. Klaus Schimmelpfennig
sei herzlich gedankt.

Musikforum Ruhr: Im Zeitplan – im Budget – im Vergleich vorn!

Forbes, das bedeutende US Wirtschaftsmagazin, lobt das Musikforum Ruhr in Bochum für die Einhaltung des Bauzeitplans und des Budgets. Bochums Musikforum schneidet  im Vergleich mit Hamburgs Elbphilharmonie und Münchens geplantem neuem Konzerthaus sehr gut ab.

Hamburgs Elbphilharmonie überragt alle, nicht nur im Hafen, sondern auch beim Zeitverzug bis zur Eröffnung und – von den Kosten ganz zu schweigen. In München und London ist man noch nicht so weit. Die Projekte dümpeln dahin. Aber tief im Westen, so drückt Forbes-Autor Jens F. Laurson es aus, da wurde das Ding gestemmt. Bochum, aus New Yorker Sicht eine kleine Stadt im Ruhrgebiet, glänzt nun nach seinen Worten mit einer eleganten Konzerthalle, die ein unprätentiöses kleines Juwel ist. Und Laurson („Nein, ich habe keine Null vergessen!“) zeigt sich begeistert von der Tatsache, dass man bei 34 Millionen Euro veranschlagten Kosten mit nicht mal ganz 40 Mio. Euro ausgekommen ist.

Ausgerechnet hier, im „toten Punkt mitten in Deutschlands bevölkerungsreichstem Ballungsraum, dem Ruhrgebiet“ so Jens F. Laurson, hat am 27. Oktober 2016 ein neues Konzerthaus seine Tore für das Publikum geöffnet. Nach knapp einem Jahrhundert des Vorliebnehmens mit behelfsmäßigen Spielstätten für die ehrwürdigen Bochumer Symphoniker, die nächstes Jahr 100 werden, verfügt die Stadt nun über ein zünftiges Musikzentrum und hat das Orchester ein hochverdientes Zuhause im Anneliese Brost Musikforum Ruhr.

Die Orchestermusik hatte, wie  Laurson schreibt, in Bochum lange Zeit einen schweren Stand, nicht nur wegen Ermangelung eines wirklich geeigneten Veranstaltungsortes oder angemessenen Probenraumes, sondern auch, weil es in mehr oder weniger unmittelbarer Nachbarschaft,  in bequemer Hörweite, viele andere Orchester gibt: Dortmunder Philharmoniker, Düsseldorfer Symphoniker, Duisburger und Essener Philharmoniker und wohl auch die Nordwestdeutsche Philharmonie.

Und der Kritiker Laurson stellt beim Herumgehen im neuen Saal die gute Klangtransparenz fest, was dem großen Saal eine analytische Note verleiht. „Trotz seiner Fähigkeit, Mahler mit Leichtigkeit aufzunehmen, klang er auch unmittelbar geeignet als Kammermusiksaal, was nicht verwundert, da er – gemessen an der Zahl der Plätze – nicht viel größer ist als der Mozart-Saal des Wiener Konzerthauses.“  Eine besondere Erwähnung findet dabei die Bestuhlung des Saales, die ausreichend Beinfreiheit und Bequemlichkeit bietet.

Und Jens F. Laurson zeigt sich begeistert von der ehrlichen, transparenten, nicht übermäßig trockenen und unmittelbaren Akustik, die sich überall als sehr gut und sehr einheitlich erwies. „Der Bochumer Saal – so viel kleiner und weniger ambitioniert er ist – hat die homogenere, transparentere und praktikablere Akustik“, findet er.

Kann es ein schöneres Kompliment für unser Musikforum Ruhr in Bochum geben? Und auch die Besucher haben das ihre dazu beigetragen, indem sie für viele ausverkaufte Konzertabende in der ersten Saison im neuen Haus sorgten.

Original:  Forbes, New York, Jul 20, 2017; On Time, On Budget: Bochum's New Concert Hall Might Be A Better Model Than Hamburg's Elbphilharmonie, by Jens F. Laurson

Diesen Beitrag können Sie hier im Original lesen. Falls Sie den Beitrag lieber auf Deutsch lesen möchten: Hier ist eine unsererseits erstellte Übersetzung.

Hintergrund:

Forbes ist eines der erfolgreichsten Wirtschaftsmagazine weltweit und erscheint 14-tägig in New York mit einer Auflage von über 900.000 Exemplaren. Forbes wurde 1917 vom schottischen Einwanderer Bertie Charles Forbes gegründet und ist noch heute in Familienbesitz. Forbes ist für die vielen Ranglisten zu verschiedenen Themen bekannt, beispielsweise:

  • die jährliche Liste „Die Milliardäre der Welt“, die weltweit alle Personen aufführt, deren geschätztes persönliches Vermögen eine Millirde US-Dollar übersteigt,
  • die Liste „Die mächtigsten Personen der Welt“, eine Rangliste der derzeit 72 mächtigsten Menschen der Welt.

BoSy Kammerkonzerte

Viktoria-Quartett

Bis vor Kurzem waren die BoSy-Kammerkonzerte „Stiefkinder” des Konzertbetriebes in unserer Stadt – zu Unrecht, denn es wurde stets sehr gute Musik geboten. Wir hatten deswegen regelmäßig zusätzlich zu den sonstigen Ankündigungen einen großen Kreis von Musikfreunden per E-Mail auf diese Konzerte aufmerksam gemacht.

Mit der Eröffnung des Musikforums ist das nun offensichtlich nicht mehr nötig: Die schon mehrfach im Kleinen Saal den Musikforums gebotenen Kammerkonzerte fanden stets vor gut gefülltem Saal statt. Welch positive Entwicklung auch für diese Musikgattung!

Bereits zweimal trat z. B. „Viktoria Quartett” auf – Esiona Stefani und Jiwon Kim, Violinen, Aliaksandr Senazhenski, Viola, und Philipp Willerding-Bach, Violoncello. Die Besucher konnten sich neben der großen musikalischen Leistung auch von der ebenfalls im Kleinen Saal ausgezeichneten Akustik überzeugen. Kammerkonzerte lohnen sich also mehr denn je!

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Mitgliederversammlung 2018

Die diesjährige ordentliche (45.) Mitgliederversammlung fand am 21.03.2018 um 19:30 Uhr statt – zum zweiten Mal im neuen Musikforum, im kleinen Saal. 50 Mitglieder waren anwesend. Der Vorsitzende, Herr Konrad Ruprecht, begrüßte zunächst die Teilnehmer und stellte die Form- und Fristwahrung der Einladung fest. Das Protokoll der vorjährigen Mitgliederversammlung wurde sodann einstimmig genehmigt.

In seinem Bericht über das abgelaufene Geschäftsjahr dankte der Vorsitzende zunächst den Kolleginnen und Kollegen im Vorstand für die konstruktive Zusammenarbeit sowie dem Inge­nieurbüro Stangenberg & Partner, in dessen Räumlichkeiten der Vorstand regelmäßig tagt, für dessen Gastfreundschaft.

Er berichtete sodann über folgenden Aktivitäten und Beschlüsse des Vorstands:

  • Änderungen der Konzeption des Freundeskreiskonzertes ab der Spielzeit 2018/ 2019,
  • Einführung eines Newsletters zur Information der Freundeskreismitglieder („Premiere“ am 26. Mai 2017),
  • Förderung der Plakatierungsaktion zur Eröffnung des Musikforums (ca. 5.000 €),
  • Gespräche am 26. April mit der Intendanz des Hauses über die beabsichtigte Ausweitung der Förderung im Bereich Musikvermittlung sowie Möglichkeiten für ein freiwilliges Engagement der Mitglieder des Freundeskreises, desgleichen am 22. Mai  mit der damaligen Konzertpädagogin Frau Heike Henoch,
  • Übergabe von 93 Notenpulten am Rande einer Probe am 1. Juni 2017 im Beisein von Spendern und Vorstandsmitgliedern des Freundeskreises; das Orchester bedankte sich für die Spende mit einem „klingenden Dankeschön“ im Kirchenfoyer am 30. Juni 2017,
  • Fortsetzung der Veranstaltungsreihe „Orchestermitglieder stellen sich vor“; unter dem Motto „Viola trifft Posaune“ stellten sich am 10. Juni 2017 Britta und Douglas Simpson den rund 50 Anwesenden im Tana's vor,
  • Vorausschau auf das Programm der Spielzeit 2017/ 2018, am 24. Juni von Frau Christiane Peters und Herrn Felix Hilse präsentiert,
  • Beschluss der Förderung des Projekts „Lauschbilder“ mit insgesamt 15 Veranstaltungen zwischen Oktober 2017 und Mai 2018 mit insgesamt 9.750 € sowie der Schenkung eines „Tanzteppichs“ für die Konzertreihen „Lauschbilder“ und „Soundsafari“  in der Sitzung am 17. Juli 2017,
  • Treffen der Vorstände des Freundeskreises und des Orchesters am 20. September zum Gedankenaustausch über anstehende Projekte, insbesondere über die künftige Konzeption des Freundeskreiskonzertes sowie das 100. Gründungsjubiläum des Orchesters im Jahr 2019,
  • Aufstellung von 6 aus Sonderspenden einiger Mitglieder finanzierten Bänken im Kirchenfoyer im Oktober 2017 sowie von 2 weiteren Bänken im Februar 2018,
  • Konzertreise am 12. November 2017 zu einem Gastspiel der BoSy in Rotterdam mit einem Rahmenprogramm in Delft und Rotterdam,
  • Treffen dreier Mitglieder des Vorstands am 14. November 2017 mit der neuen Konzertpädagogin, Frau Katharina Boll, sowie mit Frau Christiane Peters und Herrn Felix Hilse zu einem Gedankenaustausch,
  • Einladung der Freundeskreismitglieder zu Hörproben mit Führungen durchs Musikforum als Dankeschön für die seit Jahren durch den Freundeskreis geleistete Unterstützung des Programmbereichs „Konzertpädagogik“, erstmals am 12. Dezember 2017, aufgrund des großen Echos schon bald zu weiteren Terminen,
  • Schenkung von 30 Sitzerhöhungen aus einer weiteren Sonderspendenaktion im Rahmen des Empfangs nach dem Freundeskreiskonzert am 10.März 2018.
  • Aktuelle Mitgliederzahl: 656; an alle Mitglieder wird appelliert, in ihrem Bekanntenkreis weitere Mitglieder zu werben.

Herr Ruprecht  gratulierte Hern Dr. Jochen Heer zu seiner 40jährigen Mitgliedschaft sowie Frau Ursula Hamann, den Eheleuten Iris und Hans Helmut Schulten, Dr. Gesine und  Dr. Hans Albrecht Wollschläger, Doina und Eugen Talmann, Ise und Dr. Wolfgang Zwintzscher, Frau Ingeborg Hagelgans und Herrn Rolf Grewe zu ihrer 25jährigen Mitgliedschaft.

Anschließend erstatte Herr Fabian Schütz in Vertretung des verreisten Schatzmeisters Dr. Klaus Schimmelpfennig unter Angabe folgender Zahlen Bericht über Einnahmen, Ausgaben und Vermögenslage:

Vermögen am 31.12.2016

45.569,79

Einnahmen 2017

 

Beiträge 2017

15.565,00

 

 

 

Beiträge 2018

       50,00

 

 

 

Spenden

18.004,39

 

 

Spenden Foyer-Bänke   5.078,04

 

Kapitalerträge

         1,13

38.698,56

Ausgaben 2017

 

Verwaltungskosten

  1.356,34

 

 

 

Mitgliederbetreuung, -werbung

  2.723,20

 

 

 

Kosten Geldverkehr

     194,10

 

 

 

Rechts- u. Beratungskosten

     253,41

 

 

 

Förderungen

50.426,26

54.953,31

Vermögen am 31.12.2017

29.315,04

Anschließend wurde der Bericht der Rechnungsprüfer verlesen, in welchem eine einwandfreie Kassenführung bestätigt wurde. Die Entlastung des Vorstandes erfolgte hierauf mit 44 Ja-Stimmen bei Enthaltungen der Vorstandsmitglieder.

Frau Boll gab sodann einen Einblick in ihr Aufgabengebiet „Musikvermittlung und Konzertpädagogik“. Für die nächste Spielzeit sei ein neues Format (Krabbelkäfer) für Kleinstkinder bis zu 2 Jahren geplant. Unter anderem hier werde der vom Freundeskreis gespendete „Tanzteppich zum Einsatz kommen. Bei zwei Projekten, die sie näher erläuterte, wäre auch die Unter­stützung von Freundeskreismitgliedern hilfreich. Dabei handele es sich um Gruppenbetreuungen beim Projekt „Gemein­sam ins Konzert“ und um den Familientag am 24.06.2018, für den als ruhrgebietsweites Projekt die Auseinandersetzung mit Ludwig von Beethoven in Ergänzung zu „The Beethoven Experience“ geplant sei. Frau Boll dankt auch ihrerseits den Spendern der Sitzerhöhungen.

Danach gab Herr Ruprecht folgenden Ausblick auf geplante Aktivitäten und Veranstaltungen:

  • Generalprobe für Freundeskreismitglieder: 23.03.2018,
  • Neue Termine für Hörproben: 04.05.2018 und 26.05.2018,
  • Vorstellung des Jahresprogrammes für Freundeskreismitglieder: Anfang Mai 2018,
  • Orchestermitglieder stellen sich vor: Asako Tedoriya (Kontrabass), 09.06.2018,
  • Termine zu Planungen für den Familientag am 24.06.2018.
  • Unter seinem Motto „Näher dran“ plant der Freundeskreis Präsenz im Musikforum ab der Spielzeit 2018/ 2019, Unterbrin­gung der jungen Musiker*innen anlässlich der Orchester-Akademie“ (Osterferien 2019) sowie die Aktion „Gemeinsam ins Konzert”.

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Letzte Änderung: 02.03.2019